In unserer Zen-Gruppe sind alle herzlich willkommen, die an der Zenmeditation interessiert sind und einen achtsamen und mitfühlenden Weg gehen wollen.
Was ist Zen?
Was Zen wirklich ist, lässt sich schwer beschreiben. "Tee muss man selber schmecken".
Zen ist ein einfacher, aber tief greifender Weg der Übung; er gründet im Loslassen aller Gedanken und Vorstellungen beim aufrechten Sitzen in der Stille und führt in den gegenwärtigen Augenblick, ins volle Dasein.
Es hat eine regenerierende, stress abbauende Wirkung, fördert Kreativität und bietet eine entscheidende Hilfe in der Schulung wacher Präsenz und Geistesgegenwart.
Den entscheidenden und fruchtbaren Beitrag, den Zen für unser Leben und für unsere Gesellschaft leisten kann, besteht darin, dass es uns letztlich in unserer Identität befreit und uns ein reicheres neues Sein und eine eigene Lebensart schenkt.
Der Weg des Zen ist ein reiner Erfahrungsweg und als solcher nicht an religiöse oder philosophische Anschauungen gebunden. Er kann uns jedoch auch zu einem tieferen Verständnis der eigenen Religion führen.
Viele Traditionen kennen das Sitzen in der Stille als spirituelle Übung. In der Stille können wir uns selber in einer Tiefe begegnen, die im Alltag oft nicht möglich ist. Zen ist ein direkter Weg unsere wahre Mitte zu erreichen, aus dem die Gestaltungskraft für unseren Alltag kommt.
Wer dieser einfachen Übung in seinem täglichen Leben Raum gibt, dessen Leben verwandelt sich und er wird Sinn finden, in dem was ist. Damit Zen sich entfalten kann, braucht es Entschlossenheit und Konsequenz.
Unsere Zen-Gruppe gehört der Zen-Linie „Leere Wolke“ an. Sie wurde von Willigis Jäger Kyo-un Roshi gegründet und gilt als die erste große und unabhängige Zen-Linie in Europa.
Willigis Jäger Kyo-un Roshi steht in der Tradition der japanischen Zenschule Sanbo-Kyodan. Sie vereinigt die wichtigsten Elemente der beiden traditionellen Zen-Richtungen, der Soto- und der Rinzai-Schule. Sie pflegt sowohl die Übung des stillen Nur-Sitzens als auch die Übung mit Koans.
Sie hat die Zen-Praxis losgelöst aus der bis dahin üblichen Verquickung mit der buddhistischen Religion und mit dem Leben in einem Kloster. Unterweisen lassen können sich alle, gleich welcher Nationalität, Weltanschauung oder Konfession. Einzig die Entschlossenheit zählt.
Die Zen-Linie „Leere Wolke“ sieht sich als ein neuer und eigenständiger Ast eines bereits vorhandenen „Zen-Baumes“, dessen Wurzeln in den Erfahrungen Buddhas und der alten Meisterinnen und Meistern gründen.
Zen im 21. Jahrhundert versteht sich als spiritueller Weg des Herzens, der den modernen Menschen der westlichen Kultur inmitten seiner komplexen Lebenssituation anspricht. Die neue Zen-Linie will den Menschen erreichen, begleiten und einen Weg aufzeigen, sein wahres Wesen zu erkennen, zu integrieren und daraus seine persönliche Entfaltung und Verantwortung für die Welt zu gestalten.
Geleitet wird die Gruppe in Wien von Christoph Singer. Er wurde von Willigis Kyo-un Roshi zum Zenlehrer autorisiert.
Christoph Singer ist Diplom-Pädagoge und Psychotherapeut. Er hält Einführungskurse in Zen, mehrtägige Zen-Tage (Sesshins) und Kurse in Verbindung mit Zen, Yoga und Wandern in den Bergen und am Meer.
Mit Lois Kerber hat er im Jahr 2007 das Zendo Rosinagasse in Wien gegründet, wo regelmäßig Zazen und Yoga praktiziert wird.