Zen

Liebe WeggefährtInnen!

In unserer Zen-Gruppe sind alle herzlich willkommen, die an der Zenmeditation interessiert sind und einen achtsamen und mitfühlenden Weg gehen wollen.

Was ist Zen?

Was Zen wirklich ist, lässt sich schwer beschreiben. "Tee muss man selber schmecken".

Zen ist ein einfacher, aber tief greifender Weg der Übung. Es ist ein uralter Weg. Er gründet im Loslassen aller Gedanken und Vorstellungen beim aufrechten Sitzen in der Stille und führt in den gegenwärtigen Augenblick, in das volle Dasein.

Es hat eine regenerierende, stressabbauende Wirkung, fördert Kreativität und bietet eine entscheidende Hilfe in der Schulung wacher Präsenz und Geistesgegenwart.

Den entscheidenden und fruchtbaren Beitrag, den Zen für unser Leben und für unsere Gesellschaft leisten kann, besteht darin, dass es uns letztlich in unserer Identität befreit und uns ein reicheres neues Sein und eine eigene Lebensart schenkt.

Der Weg des Zen ist ein reiner Erfahrungsweg und als solcher nicht an religiöse oder philosophische Anschauungen gebunden. Er kann uns jedoch auch zu einem tieferen Verständnis der eigenen Religion führen.

Viele Traditionen kennen das Sitzen in der Stille als spirituelle Übung. In der Stille können wir uns selber in einer Tiefe begegnen, die im Alltag oft nicht möglich ist. Zen ist ein direkter Weg unsere wahre Mitte zu erreichen, aus dem die Gestaltungskraft für unseren Alltag kommt.

Wer dieser einfachen Übung in seinem täglichen Leben Raum gibt, dessen Leben verwandelt sich und wird Sinn finden, in dem was ist. Damit Zen sich entfalten kann, braucht es eine sanfte Entschiedenheit und eine Konsequenz.

Unsere Zen-Gruppe gehört der Zen-Linie „Leere Wolke“ an. Diese wurde von Willigis Jäger Kyo-un Roshi gegründet.

Willigis Jäger Kyo-un Roshi steht zum einen in der Tradition der japanischen Zenschule Sanbo-Kyodan. Diese vereinigt die wichtigsten Elemente der beiden traditionellen Zen-Richtungen, der Soto- und der Rinzai-Linie und pflegt sowohl die Übung des stillen Nur-Sitzens als auch die Übung mit Koans.

Willigis Jäger wurde auch in der alten chinesischen Chan (Zen)-Linie vom Chan-Großmeister Jing Hui als Zenmeister bestätigt.

Die Zen-Linie „Leere Wolke“ sieht sich als ein neuer und eigenständiger Ast eines bereits vorhandenen „Zen-Baumes“, dessen Wurzeln in den Erfahrungen Buddhas und der alten Meisterinnen und Meistern gründen. Sie hat die Zen-Praxis losgelöst aus der bis dahin üblichen Verquickung mit der buddhistischen Religion und mit dem Leben in einem Kloster. Unterweisen lassen können sich alle, gleich welcher Nationalität, Weltanschauung oder Konfession. Einzig die Entschlossenheit zählt.

Zen im 21. Jahrhundert versteht sich als spiritueller Weg des Herzens, der den modernen Menschen der westlichen Kultur inmitten seiner komplexen Lebenssituation anspricht. Die neue Zen-Linie will den Menschen erreichen, begleiten und einen Weg aufzeigen, sein wahres Wesen zu erkennen, zu integrieren und daraus seine persönliche Entfaltung und Verantwortung für die Welt zu gestalten.

Geleitet wird die Gruppe in Wien von Christoph Singer. Er wurde von Willigis Kyo-un Roshi zum Zenlehrer ernannt und ist dadurch berechtigt Schülerinnen und Schüler anzunehmen.

Christoph Singer ist zudem Pädagoge und Psychotherapeut. Er hält Einführungskurse in Zen, mehrtägige Zenmeditationstage (Sesshins) und Kurse in Verbindung mit Zen, Yoga und Wandern in den Bergen und am Meer.

Mit Lois Kerber hat er im Jahr 2007 das Zendo Rosinagasse in Wien gegründet, wo regelmäßig Zazen und Yoga praktiziert wird.