ZEN

In unserer Gruppe sind alle herzlich willkommen, die an der Zenmeditation interessiert sind und einen achtsamen und mitfühlenden Weg gehen wollen.

Was ist Zen?


Was Zen wirklich ist, lässt sich schwer beschreiben. "Tee muss man selber schmecken", heißt es. 


Zen ist ein einfacher, aber tief greifender Weg der Übung. Es ist ein uralter Weg. Er gründet im Loslassen aller Gedanken und Vorstellungen beim aufrechten Sitzen in der Stille und führt in den gegenwärtigen Augenblick, in das volle Dasein.


Es hat eine regenerierende, stressabbauende Wirkung, fördert Kreativität und bietet eine entscheidende Hilfe in der Schulung wacher Präsenz und Geistesgegenwart.


Den entscheidenden und fruchtbaren Beitrag, den Zen für unser Leben und für unsere Gesellschaft leisten kann, besteht darin, dass es uns letztlich in unserer Identität befreit und uns ein reicheres neues Sein und eine eigene Lebensart schenkt.


Der Weg des Zen ist ein reiner Erfahrungsweg und als solcher nicht an religiöse oder philosophische Anschauungen gebunden. Er kann uns jedoch zu einem tieferen Verständnis der eigenen Religion führen. Viele entdecken dadurch wieder einen völlig neuen und unmittelbaren Zugang zu ihren christlichen Wurzeln. 


Viele Traditionen kennen das Sitzen in der Stille als spirituelle Übung. In der Stille können wir uns selber in einer Tiefe begegnen, die im Alltag oft nicht möglich ist. Zen ist ein direkter Weg unsere wahre Mitte zu erreichen, aus dem die Gestaltungskraft für unseren Alltag kommt.


Wer dieser einfachen Übung in seinem täglichen Leben Raum gibt, dessen Leben verwandelt sich und wird Sinn finden, in dem was ist. Damit  sich der Weg entfalten kann, braucht es eine sanfte Entschiedenheit und eine Konsequenz.


Unsere Gruppe gehört der Zen-Linie „Leere Wolke“ an. Diese wurde  vom Benediktiner P.  Willigis Jäger OSB, der evangelischen Pastorin Doris Zölls und von Dr. theol. Alexander Poraj gegründet.


Die Zen-Linie „Leere Wolke“ sieht sich als ein neuer und eigenständiger Ast eines bereits vorhandenen „Zen-Baumes“, dessen Wurzeln in den Erfahrungen vieler weiser Frauen und Männer gründen. 

Unsere Linie hat die Zen-Praxis losgelöst aus der bis dahin üblichen Verquickung mit der buddhistischen Religion und mit dem Leben in einem Kloster. Unterweisen lassen können sich alle, gleich welcher Nationalität, Weltanschauung oder Konfession. Einzig die Entschlossenheit zählt.
Zen im 21. Jahrhundert versteht sich als  Weg des Herzens, der den modernen Menschen der westlichen Kultur inmitten seiner komplexen Lebenssituation anspricht. 

Es handelt sich um einen zutiefst persönlichen Weg. Jeder muss ihn für sich alleine gehen. In diesem Geist bringen wir uns selbst in die Praxis ein, voll Vertrauen auf unser geistig-religiöses Erbe.

Mit dem Benediktiner Bruder David Steindl-Rast OSB stehen wir seit vielen Jahren in einem intensiven freundschaftlichen Austausch. Br. David versucht stets eine Verbindung zwischen westlicher und östlicher Spiritualität zu finden. Was für manche wie ein Widerspruch klingt, ist für ihn und für viele eine wertvolle Ergänzung. 

Seit einigen Jahren gibt es auch einen fruchtbaren Austausch mit dem taiwanesischen Abt Hsin Tao, der einem großen Zenkloster mit 100 Nonnen und Mönchen vorsteht. Er hat in Taipeh das Museum der Weltreligionen gegründet. 


Geleitet wird die Gruppe in Wien von Christoph Singer, der eine lange und intensive Schulung in Meditation bei P. Victor Löw OFM, P. Willigis OSB, Joan Rieck, Pfr. Karl Obermayer, Pfr. Rolf Drosten, Pastorin Gundula Meyer und Hsin Tao durchlaufen hat. Er ist berechtigt Menschen auf ihrem spirituellen Weg zu begleiten. 

Christoph Singer ist zudem Pädagoge und Psychotherapeut. Er hält Einführungskurse, mehrtägige Schweigekurse in Österreich, oftmals in Verbindung mit Wandern in verschiedenen Klöstern (Maria Luggau, Maria Kirchental, Kloster Kirchberg, Stift Zwettl u.a.). 


Mit  Dipl. Ing. Lois Kerber hat er im Jahr 2007 das Zendo Rosinagasse in Wien gegründet.